Nach einer längeren Pause, darf ich mich auch hier wieder zu Wort melden und an diesen Blog anschließen. Über ein Jahr ist vergangen und die Welt ist um kein Stück besser geworden. Die Europäische Union fällt von einer Krise in die Nächste. In Österreich steigt die Unzufriedenheit der Menschen in den unterschiedlichen weltanschaulichen Lagern und ja, der Egoismus wird von Tag zu Tag größer. Doch im Grunde fehlt uns die Ideologie, die den Menschen die Menschlichkeit und den Glauben wieder gibt.


Die politische Situation in Österreich ist nicht gerade inspirierend. Auch die Wahl zum Amt des Bundespräsidenten in Österreich bietet kein Bild, das dem Amt angemessen wäre. Sechs Kandidaten, die allesamt keine große Motivation an den Tag legen oder ein bedenkliches Verständnis des Amtes mit sich tragen. Flüchtlinge, die in Europa Hilfe suchen, werden in vielen Staaten zurückgewiesen und die wenigen, die sich hilfsbereit zeigen, werden alleine gelassen. Die Diskussion darüber beherrscht den Diskurs aber es gibt wenige, die das Problem an der Wurzel packen wollen. Symptombekämpfung wird uns aber nicht aus den zahlreichen Krisen herausführen. Die Zahl der Kriege nimmt wieder zu. Ältere Konflikte geraten in Vergessenheit, weil immer neue Schlagzeilen sie übertönen, dennoch brodeln diese weiter. Terroristen versuchen Ihren nur als Dumm zu bezeichnenden Ideen durch Anschläge Gehör zu verschaffen und niemand weiß genau was wirklich deren Ziel und Intention ist. Gottesstaaten rekrutieren Menschen, die gegen den sogenannten Westen kämpfen und im Hintergrund stehen auch nur wieder Führer, die ihre eigenen Interessen vertreten. Menschen werden in die eine und in die andere Richtung verhetzt und niemand hat so ein richtiges Rezept um der Menschheit die Menschlichkeit wieder zu geben. In diesem Wirrwarr leben wir heute und es ist einzusehen, dass Menschen in dieser Situation nicht mehr wissen, woran sie sich halten sollen. Es gibt ja niemanden, der Lösungen oder Lösungswege bietet. Ja, einfache Lösungen werden schon geboten, aber diese helfen uns nicht aus den diversen Krisen heraus, sie führen uns nur noch weiter hinein. Sie verhärten die Fronten und sie bieten keine Perspektive für eine nachhaltige Zukunft. Es gibt niemanden, der es schafft ein nachhaltiges Konzept an die Völker Europas oder dieser Welt zu kommunizieren. Es ist aber so wichtig wie noch nie Werte zu definieren und diese konsequent und oft kompromisslos zu verfolgen um die allgemeine Unsicherheit zu beseitigen und um sich nicht jenen zu ergeben, die nur Ihrem Egoismus und ihrer Selbstsuch verpflichtet sind. Und oftmals sind diese Werte die wir suchen keine neuen Werte, sondern solche, die wir schon seit Urzeiten kennen sollten. Oft wird das Ende der Ideologien propagiert, doch was ist Ideologie als der Ausdruck eines Wertekanons. Suchen wir also wieder nach der richtigen Ideologie, die uns allen die Freiheit bringt, die wir wollen und die Sicherheit, die wir benötigen und verfolgen wir diese mit der notwendigen Konsequenz. Dann wird sich die Glaubwürdigkeit von selbst einstellen.