Diese Seite verwendet Cookies. Für eine uneingeschränkte Nutzung der Webseite werden Cookies benötigt. Sie stimmen der Verwendung von Cookies durch Anklicken von "akzeptieren und zustimmen" zu. Nähere Informationen finden Sie in den AGB unter „Datenschutz“.

Die aktuelle Verkehrsdiskussion treibt ihre sommerlichen Blüten. Radfahrer, Shared-Space, Parkpickerl, Novellierung der StVO sind so einige der Stichwörter. Auch in dieser Diskussion gilt, warum packen wir die Probleme nicht richtig an und versuchen uns einfach mehr Raum zu schaffen. Jedes Jahr werden just im Sommer die Straßen der Stadt aufgegraben um Leitungen zu verlegen, Infrastruktur zu erneuern, Fahrbahnschäden zu verbessern, etc. Wir wissen aber, dass dies in Zukunft und in Zusammenhang mit der ständigen Modernisierung immer öfter notwendig werden wird. In modernen Büros haben schon lange Kabelkanäle und doppelte Böden Einzug gehalten und sich auch sehr bewährt. Auch Montréal (Kanada) hat uns gezeigt, wie man dem Winter in dieser Dimension trotzen kann. Dort ist in den letzten Jahrzehnten ein rund 30 Kilometer langes weitverzweigtes Netz an Einkaufspassagen und Tunnels, das Kaufhäuser, Restaurants, Hotels, Museen, Kinos und Theater verbindet und direkten Zugang zu U-Bahn-, Zug- und Bushaltestellen bietet entstanden. Warum denken wir nicht daran unsere Städte ähnlich zu gestalten und alle Straßen und Gassen einfach nach und nach zu untertunneln? Dadurch könnte man die Infrastruktur ständig für Wartungen erreichen, neue Leitungen und Kanäle wären leicht zu ergänzen und zu warten. Ständige Grabarbeiten würden sich erübrigen. Man könnten unterirdisch Raum für die Zufahrt und das Abstellen von Fahrzeugen schaffen. Es müssten auch keine alten Parks mehr für zusätzliche Tiefgaragen verwendet werden. Schließlich würde sich über der Betondecke viel Raum für Menschen wie spielende Kinder, Fußgänger, Radfahrer und insgesamt für mehr Grün ergeben. Sicher kostet das anfangs sehr viel Geld, aber auch hier könnten sich die unterschiedlichen Steakholder wie Infrastrukturunternehmen, die öffentliche Hand und private Anwohner, je nach ihrem Interesse und Nutzen, beteiligen. Das würde nicht nur die Innovation und den Wettbewerb im Infrastrukturbereich fördern, sondern unsere Städte wirklich ein großes Stück lebenswerter machen. Denken wir uns diese vierte Dimension der Großstädte, wenn wir wirkliche Innovation wollen. Erobern wir die Unterstadt.