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Um die Abhängigkeit von Importen zu verringern will die EU nun verstärkt auf Erschließung neuer Rohstoffvorkommen tief unter dem europäischen Boden, aber auch auf die Wiedergewinnung von Rohstoffen aus Elektroschrott setzen. Diese Idee ist natürlich nichts Neues, jedoch sollte die Wiedergewinnung von Rohstoffen aus Altmaterialien klare Priorität vor riskanten Bergbauvorhaben besitzen.

Hier besteht insbesondere für die österreichische Politik die Chance sich zu etablieren, „leadership“ zu beweisen und bestehendes Know-how zu verbessern. In bestimmten Bereichen wie der Wasseraufbereitung, der Energieversorgung und dem Recycling gibt es hierzulande schon gute Ansätze. Aber auch in Österreich sind Ressourcen knapp und in einem kleinen Land wie diesem sollen insbesondere Rohstoffe effizient genutzt und wiederverwertet werden. Die schon nicht mehr neuen Konzepte des „urban mining“ und der Rohstoffrückgewinnung aus Elektroschrott müssen in aller Munde sein und dürfen nicht nur dann ein Thema werden, wenn Kupferkabel von Bahntrassen gestohlen werden. Die Umwelt wird hier nicht nur durch die Vermeidung von Abfall geschont, sondern es erspart auch den Transport von Rohstoffen um die halbe Welt. Deshalb sollten wir uns Deutschland hier nicht nur als Vorbild nehmen, wo nun eine „Allianz zur Rohstoffsicherung“ diese Ziele verfolgen soll, sondern die schon vorhandenen Kräfte so rasch als möglich bündeln. Die in Österreich bereits vorhandene Kompetenz muss evaluiert, ausgebaut und für weitere Anwendungsgebiete angepasst werden. Die Forschung in diese Richtung gehört intensiviert.

Der Ausbau der Wiedergewinnung von Rohstoffen bedeutet Nachhaltigkeit nicht nur im ökologischen, sondern auch im ökonomischen Sinn und es schafft langfristige Arbeitsplätze. Hier dürfen wir nicht nur Meister der großen Worte bleiben, sondern müssen die Weltmeisterschaft anstreben.