Diese Seite verwendet Cookies. Für eine uneingeschränkte Nutzung der Webseite werden Cookies benötigt. Sie stimmen der Verwendung von Cookies durch Anklicken von "akzeptieren und zustimmen" zu. Nähere Informationen finden Sie in den AGB unter „Datenschutz“.

Nach den olympischen Sommerspielen in London und der traurigen Bilanz des österreichischen Sports wird nach wie vor nach den Schuldigen gesucht. Alle Beteiligten wollen natürlich die Schuld beim jeweils anderen finden. Tatsache ist aber, dass - wie immer - alle ihren Anteil am Misserfolg haben. Am wenigsten Schuld haben aber tatsächlich die österreichischen Olympioniken. Die haben, trotz der schlechten Rahmenbedingungen im Heimatland, sicher alles getan um vorne mit dabei zu sein. Dafür gebührt ihnen jedenfalls Anerkennung. Schließlich heißt es ja nicht nur „citius, altius, fortius“, sondern auch „dabei sein ist alles“.

Was tatsächlich Schuld an dieser Entwicklung trägt, ist natürlich im Einzelnen schwer festzumachen. Es geht ja schließlich nicht nur um Olympiasieger. Vor allem gehe es darum, dass in Österreich Sport als Gesund- und Jungbrunnen eine größere Rolle spielen muss. Es geht darum, dass wir unser Gesundheitssystem immer nur als „Krankenversicherung“ und nicht als „Gesundversicherung“ verstehen. Es geht auch darum, dass die Sportförderung nur versucht Eliten zu finden und dann erst zu fördern, anstatt sich darum zu kümmern, dass alle eine Chance haben, sich zur Elite zu entwickeln.

Tatsache ist aber, dass auch die Motivation zum Sport sehr oft in der Kindheit beginnen muss. Hier sind natürlich auch die Eltern gefragt, die aber selbst schon wenig Motivation mitbringen. Andererseits bietet der Schulsport oftmals den ersten Kontakt mit unterschiedlichen Sportarten. Hier fehlt es aber zumeist auch an der Motivation. Nur in den seltenen Fällen werden die Grundlagen und Techniken der unterschiedlichen Sportarten allen verständlich gemacht. Es ist aber eine Tatsache, dass nur die richtigen Grundlagen und das richtige Beherrschen einer Sportart auch dazu motivieren diese mit Freude auszuüben. Wichtig ist auch die Freude an der Bewegung selbst zu entdecken. So werden manche potentielle Sportler schon in der frühen Kindheit dadurch frustriert, dass sie auf der Ersatzbank sitzen müssen, nur weil sie niemand positiv motiviert und ihnen wirklich zeigt, worauf es ankommt. Insofern ist Schulsport sicher bei den olympischen Spielen mit dabei. Angesichts der Ausgangsituation ist es also eigentlich ein Wunder, dass es immer noch österreichische Sportler gibt, die es trotz des herrschenden Systems noch zu den olympischen Spielen schaffen.